Für verschuldete Menschen ist Eile geboten:

Bis zum 27.12.2011 die Einrichtung eines 'P-Kontos' (Pfändungsschutzkonto) beantragen

Aachen, 21. November 2011

Die Möglichkeiten des Schutzes vor Kontopfändungen auf einem P-Konto gelten zwar bereits seit dem 1. Juli 2010. Doch mit dem Wegfall des alten Kontopfändungsschutzes zum Ende 2011 ist nun Eile geboten. Ab dem 1. Januar 2012 kann ein Kontoguthaben im Falle einer Pfändung nur noch auf einem P-Konto geschützt werden. Bei laufenden Pfändungen muss daher die Umstellung in jedem Fall spätestens am 27. Dezember 2011 bei Ihrem Kreditinstitut beantragt werden. Gleiches gilt für Sozialleistungsempfänger, deren Konto im Minus ist.

Mit einem 'P-Konto' sind Arbeitseinkommen, Renten und Sozialleistungen genauso geschützt wie beispielsweise finanzielle Unterstützungen durch Dritte. Bei einer Kontopfändung haben Sie in Höhe Ihrer geschützten Freibeträge weiterhin vollen Zugang zum Konto und können zum Beispiel Überweisungen vornehmen.  Für Guthaben ist ein pauschaler Basisschutz i. H. v. 1.028,89 € automatisch je Kalendermonat gegeben. Weitere Beträge können auf Nachweis freigegeben werden. Nur in speziellen Fällen ist noch eine gerichtliche Entscheidung bzw. bei öffentlichen Gläubigern eine Entscheidung der vollstreckenden Behörde erforderlich.

Weitere Informationen hat die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite zusammengestellt.