Zur Person: Leo Deumens

Leo Deumens   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)

Herr Deumens, Sie sind Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt Aachen. Was hat Sie von der Parteiarbeit zur Kommunalpolitik geführt?

Nach der Gründung der Linken war ich zunächst zwei Jahre im Kreisvorstand tätig und habe mich dort vor allem um die Mitgliederbetreuung gekümmert. Der Wunsch, mich kommunalpolitisch zu engagieren, erwuchs aus der Wut über die unsoziale Politik der Bundesregierungen seit der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder, denn die Folgen dieser Politik sind im eigenen Lebensumfeld , sprich hier in Aachen, zu beobachten. Fast jedes vierte Kind in Aachen ist arm, und die Zahl der von Altersarmut betroffenen Menschen steigt monatlich. Diese fatalen Auswirkungen einer unsozialen Bundespolitik auf das Leben der Menschen in unserer Stadt auch im Rat und in den Ausschüssen zu thematisieren, ist für mich eine zentrale Aufgabe linker Kommunalpolitik.

Sie sind seit 2009 sozialpolitischer Sprecher der Fraktion. Hat auch die eigene Lebenssituation dazu geführt, sich insbesondere mit sozialen Fragen zu beschäftigen?

In der Tat hat auch meine eigene Lebenssituation dazu geführt, mich z. B. mit der Frage einer auskömmlichen Rente zu beschäftigen. Die von der LINKEN geforderte Mindestrente von 1.050 € ist hierbei ein wichtiger Bestandteil eines zukünftigen Rentenkonzeptes. Auch eine mögliche Pflegebedürftigkeit macht mir Sorgen, da die Pflegesituation für die betroffenen Menschen durch zu wenig und zu schlecht bezahltes Personal unzureichend ist.“