Linke: Keine Verschiebung der Chorbiennale ohne politischen Beschluss

Aachen, 25. Juli 2016

Ulla Epstein   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Kurz vor den Sommerferien beriet der Betriebsausschuss Kultur über die KAStE-Mittel für das Atelierhaus Aachen. „Es war eine recht kurze Sitzung“ erinnert sich Ulla Epstein, Kulturpolitische Sprecherin der Linken. „Es wäre also genügend Zeit gewesen, um die Politik über die Überlegungen zu informieren, die Chorbiennale um ein Jahr zu verschieben.“

Stattdessen mussten die Politiker*innen am 20. Juli von den Plänen aus der Presse erfahren. „Inklusive der Ankündigung, dass das Thema idealerweise noch in den Sommerferien beschlossen werden soll, also offenbar ohne Beteiligung der demokratisch gewählten Gremien“, empört sich Epstein, „Dabei ist es doch unsere Aufgabe, die Kulturlandschaft Aachens mitzuprägen!“

Doch Die Linke stört sich nicht nur an der fehlenden Transparenz.

„Wir haben durchaus auch Fragen, die beantwortet werden müssen“, erklärt Leo Deumens, Fraktionsvorsitzender der Linken: „Ist denn zum Beispiel schon klar, ob die eingeladenen Chöre auch in 2018 kommen können?“ Eine weitere Frage ist, wie das Chorfest in das Rahmenprogramm des Unesco-Domjubiläums integriert werden soll, ohne sein Profil zu verlieren.

„Die Planungen noch in den Sommerferien abzuschließen, ist auf keinen Fall möglich“ stellt Epstein klar, „denn die zuständigen Ausschüsse tagen erst im September“.