Die Zeit ist reif für harmonische Töne an der Musikschule

Viele Honorarkräfte können in den nächsten Jahren auf eine Festanstellung hoffen. Ein Beitrag gegen prekäre Beschäftigung.

Aachener Nachrichten, 17. Juni 2014, Seite 15.

Ulla Epstein   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Von Gerald Eimer

Aachen. Für einen Großteil der an der Musikschule beschäftigten Unterrichtskräfte wird die Zeit der Freiberuflichkeit in den nächsten Jahren zu Ende gehen: Viele der derzeit 56 Honorarkräfte sollen nach und nach eine Festanstellung erhalten.

Die städtischen Kulturpolitiker kommen mit dem am Dienstag einstimmig gefassten Beschluss einem Antrag aus Reihen der freien Musikschullehrer nach, der anfangs vor allem bei der SPD und der Linken starke Unterstützung fand. Doch auch in den anderen Fraktionen wird längst die Notwendigkeit gesehen, den freiberuflichen Kräften feste Verträge anzubieten.

[...]

Vor allem die enge Kooperation der Musikschule mit Offenen Ganztagsschulen und Kitas hat inzwischen zu einer arbeitsrechtlich neuen Situation bei vielen Musikpädagogen geführt: Sie sind eng in Tagesabläufe eingebunden und unterliegen vielfach einem Weisungsrecht der Arbeitgeber. Folge­richtig müssten diese Kräfte, die bislang nur auf Honorarbasis und ohne soziale Absicherung bezahlt werden, nun auch vertraglich in den Musikschulapparat eingebunden werden.

[...]

Lob für den jetzt eingeschlagenen Weg gibt es auch von den Linken, die allerdings mehr Tempo fordern. Mit ihrer Forderungen, die ersten Einstellungen nicht erst zum Schuljahr 2016/16, sondern bereits ein halbes Jahr früher vorzunehmen, konnte sich Ursula Epstein jedoch nicht durchsetzen.

[...]