Georg Biesing rügt die Sportdezernentin

Neuer Winterdienst für Sportvereine: Linke melden Diskussionsbedarf an

Aachener Nachrichten, 12. November 2016

Georg Biesing   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Aachen. Nun hat sich auch die Linke zu Wort gemeldet und die städtische Neuregelung des Winterdienstes für Sportvereine formal gerügt. Georg Biesing, der sportpolitische Sprecher der Linkenfraktion, hat sich mit einem Schreiben an die zuständige Sportdezernentin Susanne Schwier gewandt. „Von einer Angelegenheit, die die Sportvereine und die städtischen Sportstätten fundamental betrifft und damit in den Sportausschuss zur Beratung und eventueller Beschlussfassung gehört, aus der Presse zu erfahren, empfinde ich, mit Verlaub gesagt, als ein starkes Stück“, formuliert der linke Ratsherr. Das Vorgehen der Verwaltung bezüglich des Winterdienstes sei durchaus strittig und zu diskutieren. „Bisher wurden Sportangelegenheiten im zuständigen Ausschuss behandelt. Dies entspricht der Gemeindeordnung NW und auch der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Aachen. Ich bin über das Vorgehen der Verwaltung verärgert. Bitte korrigieren Sie umgehend Ihr Vorgehen“, fordert Biesing. Auch CDU und SPD waren über diese Änderung nicht informiert worden und hatten bereits Diskussionsbedarf mit der Stadt angemeldet.

Ehrenamtliche Vertreter der 140 Sportvereine, die die sogenannte „Schlüsselgewalt“ für die Nutzung von Gymnastik-, Turn- und Sporthallen haben, sollen ab sofort wochentags von 16 bis 22 Uhr sowie an den Wochenenden selbst Schnee und Eis von den Zugangswegen zu den Hallen räumen. Schulhausmeister

Bislang lag der Winterdienst auf und vor allen Schulgrundstücken komplett in den Händen der Schulhausmeister. Seit dem 1. November sind sie aber nur noch montags bis donnerstags von 6 bis 16.15 Uhr, und freitags von 6 bis 15.30 Uhr zuständig, an den Wochenenden müssen sie künftig gar keinen Schnee mehr wegschippen.