Linke fordert: Keine sexistische Werbung im öffentlichen Raum

Aachen, 11. Februar 2016

Linksjugend auf der Straße Bei One Billion Rising am 14. Februar gehen weltweit Millionen Frauen (und Männer) gegen Sexismus auf die Straße. Die Linke im Rat der Stadt Aachen nimmt diesen Tag zum Anlass, den Sexismus auf der Straße anzugehen.

„Nahezu überall wird man von Werbeträgern herab sexistisch belästigt. Ich lasse mir zwar dadurch nicht vorschreiben, wie ich mich als Frau verhalten soll oder wie ich auszusehen habe, aber für Heranwachsende, gerade aus konservativen Familien, ist es schwer ein selbstbewusstes und modernes Frauenbild zu entwickeln, wenn sie andauernd dieser visuellen Manipulation ausgesetzt sind“, ärgert sich Jenni Brettschneider, sachkundige Bürgerin der Linken Ratsfraktion.

 „Aus diesem Grund ist es uns wichtig, eine Werbemittelsatzung zu erlassen, die frauenfeindlicher Werbung im öffentlichen Raum einen Riegel vorschiebt“, erläutert Linken-Ratsfrau Ellen Begolli, „Grundlage hierfür sollten die Kriterien von Terre des Femmes für sexistische Werbung sein.“

Die Jugendorganisation der Linken beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und begrüßt den Antrag. „Wir stellen fest, dass solche Werbung häufig bagatellisiert wird. Wir halten das für gefährlich und nehmen zunehmend den Trend wahr, Frauen wieder in konservative Rollenbilder pressen zu wollen, was sich vor allem bei der Lektüre von Programmen der Parteien aus dem rechten Rand zeigt“, erläutert Chris Walter für linksjugend.['solid]. „Die Verbindung von Rassismus und Sexismus ist die gefährliche Verbindung eines menschenverachtenden Gesellschaftsbilds, wie man es zurzeit vor allem bei der AfD antrifft.“

Die Aachener One-Billion-Rising-Kundgebung findet am 14. Februar 2016 um 14:00 Uhr am Elisenbrunnen statt.

 

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