Alle reden über Gebühren – Die Linke redet auch über Arbeitsplätze

Aachen, 6. September 2016

Kehrmännchen (Photo: Arthur McGill (Wikipedia), CC BY 3.0)Durch die bevorstehende Neuausrichtung der Abfallwirtschaft in Aachen werden sich Veränderungen für die Bürgerinnen und Bürger ergeben, u.a. sollen die Mülltonnen seltener geleert werden. „Das hat aber auch Konsequenzen für die Belegschaft“, sagt Lasse Klopstein, der für Die Linke im Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb sitzt. „Es werden zukünftig weniger Mitarbeiter benötigt, obwohl die Arbeit anstrengender wird. Tonnen, die doppelt so lange gefüllt werden wie bisher, wiegen dann auch doppelt so schwer, wenn sie aus Kellern hochgehievt werden müssen“, so Klopstein weiter. Entlassungen soll es zwar keine geben, beim Ausscheiden von Müllwerkern aus dem Dienst wird sich jedoch die Anzahl derjenigen Beschäftigten verringern, deren Einsatz eher in körperlich belastender Arbeit liegt.

„Gerade Menschen, die aus verschiedenen Gründen keinen hohen Bildungsabschluss nachweisen können, haben es auf dem Arbeitsmarkt zunehmend schwer, eine existenzsichernde Arbeitsstelle zu finden“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Leo Deumens. „Hier sehen wir die Stadt Aachen als Arbeitgeberin in der Pflicht, Beschäftigung für verschiedene Qualifikationen zu schaffen, auch und gerade für nicht hoch qualifizierte Menschen.“

Die Linke schlägt vor, die Quote für Arbeitsplätze mit geringeren Bildungsabschlüssen auch zukünftig beizubehalten. Die Stellen der ausscheidenden Mitarbeiter, z.B. bei der Müllabfuhr, sollen neu besetzt werden, um Aufgaben, die zurzeit ganz oder zum Teil an private Firmen vergeben werden, wie etwa die Pflege des Straßenbegleitgrüns oder den Winterdienst, zu rekommunalisieren.

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