Kein Geld für ein fahrradfreundliches und behindertengerechtes Aachen?

Groko verweigert inhaltliche Auseinandersetzung und lehnt Anträge der Linken ab

Aachen, 15. Dezember 2017

Lasse Klopstein   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Gute Fahrräder sind teuer und die Möglichkeiten, diese vor Dieben sicher abzustellen, sind in Aachen sehr rar. „Im Jahr 2016 standen für sogenannte Fahrradboxen noch 20.000 € im Haushalt“, erklärt Harald Siepmann, mobilitätspolitischer Sprecher der Linken, „diesen Betrag wollen wir in 2018 wieder im Haushalt verankern.“

Die positiven Mehreinnahmen bei den Gewerbesteuern will Die Linke zur Finanzierung dieser Maßnahme nutzen, wie auch zur Beschleunigung des behindertengerechten Umbaus von Bushaltestellen, der ohnehin bis zum Jahr 2022 umgesetzt sein muss.

Darüber hinaus sollte noch mehr Geld für Park+Ride-Maßnahmen und zur ›Bürgerbeteiligung bei Verkehrsplanungen‹ eingestellt werden.

„Fahrgäste wissen wo und wann es Probleme gibt“

Linke. fordert Fahrgastbeirat für die ASEAG

Aachen, 8. Dezember 2017

Harald Siepmann  (Photo: Andreas Schmitter/Aachen)In über hundert Städten in Deutschland gibt es Fahrgastbeiräte, bei denen die Nutzer der Busse direkt in die Planungen einbezogen werden. Wenn es nach der Linken geht, soll Aachen auch zu diesem Kreis gehören. „Nicht erst die Probleme um das E-Ticket und den Netliner im Südraum zeigen, dass einiges im Argen liegt“ erläutert Harald Siepmann, mobilitätspolitischer Sprecher der Linken im Rat der Stadt Aachen. „Fahrgäste, die regelmäßig den Bus nutzen, wissen, wo und wann es Probleme gibt, wenn Busse zu bestimmten Zeiten übervoll sind oder Anschlüsse nicht funktionieren“, ergänzt Leo Deumens, Fraktionsvorsitzender der Linken. „Dieses Wissen sollte die ASEAG nutzen.“

Moratorium beim ÖPNV lange überfällig – Zeit für ein neues Finanzierungsmodell

Aachen, 26. Oktober 2017

Harald Siepmann  (Photo: Andreas Schmitter/Aachen)Alle Jahre wieder: Der AVV erhöht zum Neujahrstag die Preise. Vor allem Abo-Kunden müssen wieder deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen.

Alle Fraktionen tragen das mit – alle, bis auf Die Linke.

Um die stetig steigende Preisspirale aufzuhalten, drängt sie im Mobilitätsausschuss seit Jahren auf Einberufung eines Moratoriums:

„Gerade Menschen mit wenig Geld sind auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen, können sich die Fahrpreise aber zunehmend nicht mehr leisten“, weiß Harald Siepmann, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, „dabei muss uns gerade in Aachen daran gelegen sein, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer Bus und Bahn anstelle des eigenen Pkw nutzen, wenn wir zunehmende Gesundheitsgefährdung durch schlechte Luft und Fahrverbote verhindern wollen.“

Stadteingang Roermonder Straße: Grüne und Linke fordern Planung

Gemeinsamer Ratsantrag. Neuordnung des Gewerbegebiets zwischen Bendplatz und Laurensberg schafft freie Flächen. Repräsentativer Stadteingang und Zuwegung zum Campus West.

Aachen, 9. Juni 2017

Es vibriert ordentlich auf dem „Überflieger“, wenn ein Bus vorbei brummt. Der „Überflieger“ ist die Brücke, die als Seitenarm der Roermonder Straße an den Studententürmen vorbei die Verkehrsverbindung nach Laurensberg schafft. Hier treffen wir Michael Rau (Grüne) und Marc Beus (Die Linke). Sie stellen den gemeinsamen Ratsantrag „Rahmenplanung Stadteingang Nord-West“ vor: „Von hier aus hat man das Areal ganz gut im Blick, über das wir heute reden wollen.“

Gemeint ist der gesamte Bereich zwischen Roermonderstraße, Kackert-, Henrici- und Ritterstraße bis hin zur Süsterfeldstraße. Grüne und Linke möchten, dass die Stadtverwaltung eine Rahmenplanung mit einer Neuordnung für dieses Gebiet erstellt.

Linke fordert Sofortmaßnahmen für den Bushof

Aachen, 18. April 2017

Bushof   (Foto: Everypicture, CC BY 3.0)Seit Jahren laufen die Planungen zum Umbau oder Abriss des Bushofs ins Leere. Die zentrale Haltestation in der Innenstadt bleibt ein trostloser Ort. „Ohne Änderungen im Verkehrskonzept braucht die ASEAG den Bushof im derzeitigen Umfang“, erläutert Harald Siepmann, verkehrspolitischer Sprecher der Linken im Rat der Stadt Aachen, „und da die Zuschüsse an die ASEAG nicht erhöht werden, wird sich dort nichts ändern“

„Man kann den Bushof nicht noch jahrelang in dem erschreckenden Zustand belassen“, ergänzt Marc Beus, planungspolitischer Sprecher seiner Fraktion, „die Fahrgäste haben ein Recht auf ein Mindestmaß an Komfort, Sauberkeit und Ästhetik.“

„Wir regen daher einen Gestaltungswettbewerb mit der Fachhochschule an“, führt Ulla Epstein, kulturpolitische Sprecherin der Linken im Stadtrat aus, „es ist Verschwendung, wenn gute Ideen der Studierenden nur für die Schublade produziert werden.“