Moratorium beim ÖPNV lange überfällig – Zeit für ein neues Finanzierungsmodell

Aachen, 26. Oktober 2017

Harald Siepmann  (Photo: Andreas Schmitter/Aachen)Alle Jahre wieder: Der AVV erhöht zum Neujahrstag die Preise. Vor allem Abo-Kunden müssen wieder deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen.

Alle Fraktionen tragen das mit – alle, bis auf Die Linke.

Um die stetig steigende Preisspirale aufzuhalten, drängt sie im Mobilitätsausschuss seit Jahren auf Einberufung eines Moratoriums:

„Gerade Menschen mit wenig Geld sind auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen, können sich die Fahrpreise aber zunehmend nicht mehr leisten“, weiß Harald Siepmann, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, „dabei muss uns gerade in Aachen daran gelegen sein, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer Bus und Bahn anstelle des eigenen Pkw nutzen, wenn wir zunehmende Gesundheitsgefährdung durch schlechte Luft und Fahrverbote verhindern wollen.“

Stadteingang Roermonder Straße: Grüne und Linke fordern Planung

Gemeinsamer Ratsantrag. Neuordnung des Gewerbegebiets zwischen Bendplatz und Laurensberg schafft freie Flächen. Repräsentativer Stadteingang und Zuwegung zum Campus West.

Aachen, 9. Juni 2017

Es vibriert ordentlich auf dem „Überflieger“, wenn ein Bus vorbei brummt. Der „Überflieger“ ist die Brücke, die als Seitenarm der Roermonder Straße an den Studententürmen vorbei die Verkehrsverbindung nach Laurensberg schafft. Hier treffen wir Michael Rau (Grüne) und Marc Beus (Die Linke). Sie stellen den gemeinsamen Ratsantrag „Rahmenplanung Stadteingang Nord-West“ vor: „Von hier aus hat man das Areal ganz gut im Blick, über das wir heute reden wollen.“

Gemeint ist der gesamte Bereich zwischen Roermonderstraße, Kackert-, Henrici- und Ritterstraße bis hin zur Süsterfeldstraße. Grüne und Linke möchten, dass die Stadtverwaltung eine Rahmenplanung mit einer Neuordnung für dieses Gebiet erstellt.

Linke fordert Sofortmaßnahmen für den Bushof

Aachen, 18. April 2017

Bushof   (Foto: Everypicture, CC BY 3.0)Seit Jahren laufen die Planungen zum Umbau oder Abriss des Bushofs ins Leere. Die zentrale Haltestation in der Innenstadt bleibt ein trostloser Ort. „Ohne Änderungen im Verkehrskonzept braucht die ASEAG den Bushof im derzeitigen Umfang“, erläutert Harald Siepmann, verkehrspolitischer Sprecher der Linken im Rat der Stadt Aachen, „und da die Zuschüsse an die ASEAG nicht erhöht werden, wird sich dort nichts ändern“

„Man kann den Bushof nicht noch jahrelang in dem erschreckenden Zustand belassen“, ergänzt Marc Beus, planungspolitischer Sprecher seiner Fraktion, „die Fahrgäste haben ein Recht auf ein Mindestmaß an Komfort, Sauberkeit und Ästhetik.“

„Wir regen daher einen Gestaltungswettbewerb mit der Fachhochschule an“, führt Ulla Epstein, kulturpolitische Sprecherin der Linken im Stadtrat aus, „es ist Verschwendung, wenn gute Ideen der Studierenden nur für die Schublade produziert werden.“

Linke möchte Kavaliere für Aachen

Aachen, 7. Februar 2017

Kavalir   (Foto: Martin Holland, CC BY 2.0)

Der Kavalier, ein Fahrzeug mit Elektroantrieb, ist ein menschen- und umweltfreundliches Konzept kostenloser Stadtbeförderungen in Ljubljana. Die in der Fußgängerzone des Altstadtkerns fahrenden Kavaliere sind vor allem für ältere Bürger, bewegungsbehinderte Menschen und Touristen bestimmt. Wegen der niedrigen Geschwindigkeit können Sie einen Kavalier während seiner Fahrt anhalten und einsteigen.

„Wir können uns dieses Konzept gut in Aachen vorstellen“, schwärmt der planungspolitische Fraktionssprecher Marc Beus von seiner Entdeckung bei Recherchen im Internet, „umweltfreundliche Mobilität wird zunehmend wichtiger, um die Luftqualität und damit die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner in den Städten zu verbessern – beides müssen wir dringend auch in Aachen erreichen.“

Den Linken stinkt’s gewaltig

Aachen, 18. November 2016

„Es stinkt unerträglich“, weiß Ulla Epstein aus olfaktorischen Erfahrungen in Laurensberg, „aber das ist der kleinere Teil des Problems.“ In erster Linie sorgt sich die Ratsfrau, ebenso wie Fraktionskollege und Bezirksvertreter Georg Biesing, um den Nitratgehalt des Trinkwassers in der Region. Der Gülleexport aus den Niederlanden scheint in Grenznähe um Aachen besonders zu florieren.

„Die Bundesregierung hätte längst reagieren müssen! In Berlin geht man grob fahrlässig mit der wichtigsten Naturressource unseres Planeten um“, empört sich Biesing, „endlich hat jetzt wenigstens die EU gehandelt und Deutschland verklagt.“