Schneller mit dem Rad zum Klinikum.

Linke will Verkehrsprobleme lösen – Klinikumbau im Blick

Aachen, 2. Juni 2016

Das Klinikum der RWTH ist zur Heilung der Kranken da. Der tägliche Verkehr, den das riesige Gebäude täglich erzeugt, kann dagegen krank machen. Wenn die 4.700 Mitarbeiter*innen und zahlreiche Besucher*innen sich auf den Weg zum Arbeitsplatz bzw. zum Besuch von Angehörigen machen, fällt die Wahl immer noch oft, zu oft, auf das Auto.

Die Busanbindung wurde in den vergangenen Jahren bereits verbessert. Eine preiswerte Monatskarte für Mitarbeiter*innen gibt es auch. „Für Radfahrer ist die Anreise wenig attraktiv“, findet Andreas Müller, mobilitätspolitischer Sprecher der Linken.

Das soll sich nach dem Willen der Linken bald ändern. Zwei Entwicklungen haben Müller und sein Kollege im Planungsausschuss, Marc Beus, dabei im Auge. Zum einen die kommenden Baumaßnahmen am Klinikum. „Wenn die neuen unterirdischen Operationssäle gebaut werden, muss auch die Parksituation neu gestaltet werden“, erläutert Beus. Statt wegfallende Parkplätze in der Fläche komplett durch zwei gigantische Parkhäuser zu ersetzen, sollen möglichst viele Menschen motiviert werden, in den Bus oder auf das Rad umzusteigen. „Das Klinikum plant immerhin eine große Abstellfläche für Räder, gleich am Haupteingang“, erläutert Müller. Es sei Sache der Aachener Politik, dafür zu sorgen, dass man mit dem Rad auch schnell zum Klinikum kommt.

Deswegen haben die Linken eine weitere Entwicklung ins Auge genommen: Zusätzlich zum bestehenden Vennbahnweg sind derzeit zwei weitere regionale Radwege in Planung und ein weiterer im Bau. Müller: „Mit dem Radschnellweg in den Nordkreis entsteht eine neue Qualität des schnellen Radverkehrs.“ Von dieser neuen Qualität soll auch das Klinikum profitieren. Müller: „Da muss es einen Abzweig zum Klinikum geben“. Ein weiterer in Planung befindlicher Weg dränge sich geradezu auf, so die Linken. „Die geplante Radroute von Maastricht nach Vaals schreit geradezu nach einer Verlängerung zum Klinikum und einer Verknüpfung mit dem neuen überregionalen Radwegesystem“, findet Marc Beus. Auch der Bahntrassenradweg zwischen Aachen und Jülich soll nach dem Willen der Linken mit dem Klinikum verknüpft werden.

Deshalb beantragt Die Linke, eine Verknüpfung der vier (über)regionalen Radwege untereinander und mit dem Klinikum zu prüfen. Auch die innerstädtischen Radwege zum Klinikum sollen attraktiver werden.