„Die Aachener lieben den Bend dort, wo er ist“

Linke will Bendplatz erhalten

Aachen, 12. September 2017

Wie den Aachener Medien zu entnehmen ist, zeichnet sich ein Teilverkauf des Bendplatzes ab.

Die Linke Fraktion im Rat der Stadt war schon immer gegen eine Verlagerung des Bendplatzes in Randlagen der Stadt und für die Beibehaltung des Platzes in seiner jetzigen Größe. Doch auch unabhängig von den grundsätzlichen Bedenken warnen Die Linken vor Schnellschüssen:

„Eine Fabrik bringt Emissionen mit sich. Dies kann eine sinnvolle Wohnnutzung in der Nähe verhindern“, erläutert Marc Beus, planungspolitischer Sprecher der Linken, „daher müssen diese Details vor einem Verkauf in jedem Fall im Planungsausschuss diskutiert werden.“ Zudem solle die, auf Antrag von Linken und Grünen beschlossene, Rahmenplanung für das gesamte Areal zwischen Roermonder Straße und Süsterfeldstraße abgewartet werden. „Sinn einer Rahmenplanung ist es ja gerade, Flächenpotentiale herauszuarbeiten und nicht einer verfehlten Raumplanung hinterherzulaufen. Hektische Verkäufe von städtischen Flächen sind hier wenig hilfreich“.

Ein Ergebnis der Rahmenplanung könnte die Ausweisung von Alternativflächen für eine Lindt-Erweiterung sein.

„Es ist noch völlig ungeklärt, ob der Öcher Bend nach einer Flächenverkleinerung überhaupt noch an seinem angestammten Platz durchgeführt werden kann“, ergänzt Matthias Fischer, Vertreter der Linken im für den Bend zuständigen Eurogress-Ausschuss.

Auch die Rolle des Oberbürgermeisters sieht Die Linke kritisch: „Es ist nicht die Aufgabe eines Oberbürgermeisters ohne Auftrag des Rates durch Vorverhandlungen Fakten zu schaffen“, stellt Fraktionsvorsitzender Leo Deumens fest, „diese Neigung zu Alleingängen ist bereits im Zusammenhang mit dem Büchel sehr unangenehm aufgefallen.“

 

Das Photo stammt von Boris23, der es unter Public Domain stellte.