Mehr Transparenz und Öffentlichkeit

Nicht-öffentliche Themen beschränken und Bürgerinformation stärken

Aachen, 27. November 2015

Geheim!Mehr Transparenz und die Beschränkung nicht-öffentlicher Tagesordnungspunkte im Rat und in den Ausschüssen auf ein Mindestmaß fordert die Fraktion Die Linke. Hierzu hat sie einen entsprechenden Antrag zur Tagesordnung der Sitzung des nächsten Bürgerforums am 1. Dezember eingebracht. Ein erster Schritt in diese Richtung sollte die Bekanntmachung nicht-öffentlicher Themen im Ratsinformationssystem sein, wie dies der Rat der Stadt Aachen auf Antrag der Linken in seiner Sitzung im April beschlossen hat.

„Verwundert müssen wir nun feststellen, dass dieser Beschluss bisher noch nicht umgesetzt worden ist“, ärgert sich Fraktionsvorsitzender Leo Deumens. Aber es geht nicht nur darum, dass die EinwohnerInnen erfahren, welche nicht-öffentlichen Themen anstehen, sondern auch dafür zu sorgen, möglichst viele politische Inhalte öffentlich zu beraten und sie nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu entscheiden. Für die Notwendigkeit der Nicht-Öffentlichkeit müssen möglichst enge rechtliche Grenzen gezogen werden.

Für bezahlbare Mieten in der Innenstadt

Linke will Vorkaufsrecht für gewoge nutzen

Aachen, 26. November 2015

Sold Sign (David Smith, CC0 1.0) Wechselt ein Grundstück den Besitzer, so gibt das Baugesetzbuch, dort wo das Allgemeinwohl es erfordert, der Stadt das Recht dem Käufer zuvorzukommen und das Grundstück zum gleichen Preis zu erwerben. „Wenn Grundstücke für sozialen Wohnungsbau oder die Wohnbebauung für Personengruppen mit besonderem Wohnbedarf genutzt werden sollen, darf die Stadt dies sogar im Dienste Dritter machen“, erläutert Marc Beus, planungspolitischer Sprecher der Die LinkeLinken im Rat der Stadt Aachen, „So eine Dritte kann beispielsweise die Gemeinnützuge Wohnungsbaugesellschaft (gewoge) sein“.

Trauer um Werner Landscheidt

Aachen, 22. Oktober 2015

Werner LandscheidtMit großer Trauer nehmen wir Abschied von Werner Landscheidt, der unsere Fraktion bis 2012 im Architektenbeirat der Stadt Aachen vertreten hat.

Ein Leben lang galt sein Engagement den Belangen der sogenannten einfachen Menschen. Folgerichtig fiel sein Resümee über die Arbeit im Architektenbeirat durchaus kritisch aus. „Alles ist politisch, auch die Gestaltung von Gebäuden“, war er überzeugt und bemängelte, dass die Wohnqualität in Häusern für Menschen mit wenig Geld häufig durch die Profitinteressen der Investoren auf der Strecke bleibt.

Wir werden seine spontanen Besuche in der Fraktion vermissen, wenn er „mal eben in der Nähe war“ und sich bei Kräutertee und Keksen erkundigte, was es so Neues gibt. Neben seinem Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, ist es vor allem seine bescheidene und ruhige Wesensart, die seine besondere Ausstrahlung ausmachte und uns in Erinnerung bleiben wird. Seine Fähigkeit zum Zuhören und zur Selbstkritik sowie sein feinsinnig-schelmischer Humor machten Gespräche mit ihm zu einem besonderen Erlebnis.

Persönlichkeiten wie Werner sind rar, das macht den Verlust dieses außergewöhnlichen Menschen umso schmerzlicher.

Sabotierte Karlspreisproteste – Linke schreibt Polizeipräsident an

Aachen, 21. Mai 2015

SchupoDie Verleihung des Karlspreises wird in Aachen traditionell von Gegenprotesten begleitet, die manchmal laut, häufig phantasievoll, jedoch immer friedlich das demokratische Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch nehmen.

„Die letzten Jahren hat die Polizei das Demonstrationsrecht weitgehend geachtet“, erinnert sich Jörg Taufenbach, sachkundiger Bürger der Fraktion. „In diesem Jahr jedoch wurden die Meinungsäußerungen durch das Vorgehen der gesamten Polizei ungewöhnlich stark behindert“, so Taufenbach weiter.

Auf Anweisung der Ordnungskräfte mussten Transparente und Plakate, die zur visuellen Darstellung der Proteste mitgebracht wurden, an den Eingangskontrollen zum Aachener Marktplatz abgegeben werden. Ein Vorgang, der in dieser Form bislang einmalig ist und das Recht auf freie Meinungsäußerung unverhältnismäßig massiv eingeschränkt hat.

Wie hält es Aachen mit der Transparenz

Linke hakt nach

Aachen, 30. März 2015

Geheim!Im September vergangenen Jahres beantragte Die Linke, dass auch nichtöffentliche Tagesordnungspunkte im Ratsinformationssystem bekanntgemacht werden sollen. Seitdem ist weder der Antrag behandelt worden noch hat sich an der Informationspolitik der Stadt etwas geändert.

„Dabei zeigen Städte wie Köln, Essen aber auch die StädteRegion Aachen, dass es geht. Man braucht das Rad also nicht neu zu erfinden“, merkt Michael Bredohl an, der Die Linke im Bürgerforum vertritt. „Wir sind den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber verpflichtet, ihnen so wenig Information vorzuenthalten wie unbedingt nötig“, so Bredohl weiter. „Schutzwürdige Interessen betreffen im Regelfall Details einer Beratung. Von der bloßen Kenntnis, welche Themen politisch beraten werden, geht keine Gefahr aus, die es rechtfertigen würde, das Informationsrecht von Bürger*innen derart zu beschneiden.“