Fraktion DIE LINKE. fordert Gesamtkonzept "Prostitution in Aachen"

Aachen, 16. November 2010

Lasse Klopstein   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Während sich Aachens Baudezernentin Gisela Nacken eine komplette Verlagerung von Bordellbetrieben aus der Aachener Innenstadt vorstellen kann (so geäussert in einem AN-Artikel am 8.10.10 "Komplettverlegung der Antoniusstraße jetzt denkbar"), wird bereits seit Jahren intensiv daran gearbeitet, die Antoniusstrasse in ihrer jetzigen gewerblichen Nutzung um die Hälfte "einzustampfen". Nun ist in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 3.11.10 zusätzlich noch die Installation eines Sichtschutzes Ecke Nikolausstraße/Antoniusstraße beschlossen worden.

Foto: Ellen BegolliDieser soll Herrn Falter, dem Erwerber eines Grundstücks, seine Vorstellungen von einem schicken Geschäfts- und Bürogebäude an dieser Ecke ermöglichen. Dagegen stimmte allein unser Bezirksvertreter Lasse Klopstein, weil die Belange der Prostituierten und Sicherheitsbedenken der Polizei nicht in die Entscheidung einbezogen wurden.

Die Fraktion DIE LINKE. im Aachener Stadtrat fordert seit langem ein Gesamtkonzept "Prostitution in Aachen", leider bislang erfolglos. Nach unseren Vorstellungen müssen dabei zwingend die Interessen aller Betroffenen angemessen berücksichtigt werden und zwar endlich auch die der Sexarbeiterinnen.