Wieder etwas zur Ruhe kommen

Aachener Politiker der Linken informierten sich über die Situation der Flüchtlinge im Inda-Gymnasium

Aachen, 24.. Juli 2015

Leo Deumens (Photo: Andreas Schmitter)Der Aachener Bundestagsabgeordnete der Linken, Andrej Hunko, und der Fraktionsvorsitzende der Linken im Aachener Stadtrat, Leo Deumens, besuchten am vergangenen Mittwoch gemeinsam das Inda-Gymnaium in Kornelimünster, um sich vor Ort über die Situation der dort vorübergehend lebenden Flüchtlinge zu informieren. Dabei zeigten sich die beiden Politiker beeindruckt von der organisatorischen Leistung der Verwaltung, der Malteser, der Feuerwehr und anderer, die die Anweisung der Bezirksregierung Köln, ca. 300 Flüchtlinge aufzunehmen, in kürzester Zeit umgesetzt haben.

Nicht weniger begeistert ist man über die enorme Hilfsbereitschaft der Menschen, die z. B. Kleidung und Spielzeug abgeben. „Als wir gerade eingetroffen waren, kam eine Frau vorbei, die ihre Hilfe als Dolmetscherin für Arabisch anbot“, bemerkt Deumens und ergänzt, dass der seit Monaten bei vielen Aachenerinnen und Aachenern festzustellende Wunsch, Flüchtlinge willkommen zu heissen, hier im Inda-Gymnasium in besonderer Weise zu spüren ist.

Insgesamt stellten Hunko und Deumens eine zunehmend entspannte Atmosphäre fest. „Viele der vor Krieg und Verfolgung geflohenen Menschen haben eine teilweise monatelange Odyssee hinter sich und sind oft traumatisiert. Hier kommen sie nun nach langer Zeit zumindest wieder etwas zur Ruhe“, sagt Hunko.

Die beiden Politiker kritisieren aber auch die Landesregierung, die unzureichend auf die Entwicklung der Flüchtlingszahlen reagiert hat. „Die Verantwortlichen auf Landesebene hätten schon früher mehr Plätze im Bereich der Erstaufnahmeeinrichtungen schaffen müssen“, bemängelt Deumens. Hunko verweist darüber hinaus auf das Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik, die inhuman ist und auf Abschottung setzt.

Abschließend lobten die Politiker die Tatsache, dass in Aachen Verwaltung, Politik und die große Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner an einem Strang ziehen, um Flüchtlinge in vielfältiger Weise zu unterstützen.