Kita-Beiträge sozialer staffeln

Linke will Familien mit niedrigen und durchschnittlichen Einkommen stärker entlasten

Aachen, 7. September 2018

Michael Bredohl   (Foto: Andreas Schmitter)

„Bei den Kita-Beiträgen in Aachen sind Familien mit geringem bis durchschnittlichem Einkommen besonders belastet“, erklärt Leo Deumens, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt Aachen. „Sie profitieren nicht von Freibeträgen, die es bis zu einem Jahreseinkommen von 28.000 € gibt, müssen jedoch häufig bei den Aufwendungen zum Lebensunterhalt jeden Euro mehrfach umdrehen, damit es bis zum Monatsende reicht.“

„Anhand von zwei Beispielen kann man das sehr gut verdeutlichen“, erläutert Michael Bredohl, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Linken. „Wer 2.500 € im Monat verdient, zahlt für ein Kind unter drei Jahren bei 45 Stunden pro Woche 149 € pro Monat. Das sind fast sechs Prozent des Einkommens. Liegt der Verdienst hingegen bei 11.000 € im Monat, sind in der gleichen Konstellation 488 € fällig, also nur 4,43  Prozent des Einkommens. Und das ist nur das untere Ende derer, die den Maximalbetrag zahlen müssen. Je mehr man verdient, desto geringer ist die Belastung. Das ist ungerecht!“

Um dem entgegenzuwirken, hat Die Linke beantragt, durch Änderungen der Beitragstabelle und pauschale Senkungen Familien mit niedrigen und durchschnittlichen Einkommen stärker zu entlasten.

„Die Entlastung durch allgemeine Senkungen halten wir nicht für sinnvoll“, erklärt Deumens, „das Geld wollen wir lieber in den qualitativen Ausbau von Personal und Ausstattung der Kindertagesstätten stecken.“

 

Antrag als PDF