Zum Schulstart saubere Luft im Klassenraum? – Linke hakt zu Luftfilteranlagen nach

Aachen, 17. Februar 2021

Matthias Fischer   (Foto: Andreas Schmitter)Ab nächster Woche startet in NRW der Präsenzunterricht an den Schulen wieder. Doch die Debatten, wie dieser sicher durchgeführt werden kann, gehen weiter. „Viele Leute wundern sich darüber, dass es in den Aachener Schulen immer noch keine Luftfilteranlagen gibt“, berichtet Matthias Fischer, schulpolitischer Sprecher der Linken im Rat der Stadt Aachen, „in Düsseldorf werden aktuell insbesondere die Grundschulen damit ausgestattet.“

„Von Seiten des Gebäudemanagements wurde seinerzeit darauf verwiesen, dass der Nutzen solcher Anlagen unter Fachleuten umstritten sei“, ergänzt Ellen Begolli, die ihre Fraktion im Betriebsausschuss Gebäudemanagement vertritt, „allerdings müssten inzwischen Erfahrungswerte vorliegen.“

Den aktuellen Sachstand lässt sich der Ausschuss für Schule und Weiterbildung in seiner Sitzung am 11. März auf Antrag Der Linken vorstellen.

Antrag als pdf

Für ausreichende Abstände in Schulbussen – Linke beantragt gestaffelten Schulbeginn in Aachen

Aachen, 5. November 2020

Matthias Fischer   (Foto: Andreas Schmitter)In den Schulen gibt es Hygienekonzepte, aber nicht auf dem Weg dorthin. Während in der Schule auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet und überall eine Mund- und Nasenbedeckung getragen wird, drängen sich frühmorgens in der Hauptverkehrszeit viele Schüler*innen auf dem Weg zu ihren Schulen in vollen und teilweise völlig überfüllten Linien- und Schulbussen.

Wenn der Unterrichtsbeginn an den Aachener Schulen gestaffelt (zeitversetzt) stattfinden würde, könnte das Verkehrsaufkommen in den Bussen am frühen Morgen gemindert und der Gesundheitsschutz im öffentlichen Nahverkehr verstärkt werden.

Ausstellung „Industrie und Holocaust: Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Ausschwitz“ nach Aachen holen

Matthias Fischer   (Foto: Andreas Schmitter)

Auschwitz steht weltweit für das Grauen eines der dunkelsten Kapitel in der deutschen Geschichte. Innerhalb weniger Jahre entwickelten die Nationalsozialisten eine Mordmaschinerie unvorstellbaren Ausmaßes.

Die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt hat nun beantragt, die Wanderausstellung „Industrie und Holocaust: Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Ausschwitz“ nach Aachen zu holen. Die Ausstellung zeigt, wie mithilfe der technischen Erfahrung und der Produkte der Privatwirtschaft das industrielle Töten im Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau ermöglicht wurde.

„Gemeinsam mit den Ingenieurwissenschaftlichen Instituten der RWTH und der VHS Aachen soll begleitend ein Rahmenprogramm zu ‚Wissenschaft und Ethik‘ erarbeitet werden“, erläutert Renate Linsen-von Thenen, Mitglied der Fraktion beim ‚Runden Tisch gegen Rechts‘. „Aufbauend auf die Arbeit der ‚Wege gegen das Vergessen‘ bietet die Ausstellung eine gute Gelegenheit, die ethische Verantwortung der Wirtschaft und der Wissenschaft zu thematisieren“, ergänzt Matthias Fischer, Sprecher im Betriebsausschuss Theater/VHS.

Stürmische Zeiten

Linke beantragt Information über Unwetterkonzept

Aachen, 23. Januar 2018

Als das Sturmtief Friederike über die Stadt pfiff und die Schulkinder vorsorglich nach Hause geschickt wurden, erwischte dies viele Eltern auf dem falschen Fuß. So auch Andreas Nositschka: „Unsere Schulleitung wurde um 9 Uhr von der Feuerwehr informiert, dass die Schließung für 10 Uhr verfügt sei“, erzählt der Vater einer 8jährigen Grundschülerin, „zu diesem Zeitpunkt hatte die Wetterstation Orsbach schon Windböen von mehr als 100 Stundenkilometern registriert.“ Ehe die Eltern telefonisch erreicht wurden und sich auf den Weg machen konnten, pfiff der Sturm bereits mit voller Wucht über die Stadt. „Wir haben uns ein Taxi bestellt und waren trotzdem erst um 10:30 Uhr an der Schule“ so Nositschka weiter, „Dabei hat es bei uns auch noch recht gut geklappt. An weiterführenden Schulen gab es Fälle, bei denen 11jährige Kinder, die alleine nach Hause geschickt wurden, weil es bei den Telefonaten mit den Eltern zu Missverständnissen gekommen war.“

VHS-Reorganisation führt zu Personalabbau und Einbrüchen im Kursangebot

Aachen, 13. Dezember 2016

Matthias Fischer   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Nach Einschätzung der Fraktion Die Linke führen die bisherigen Maßnahmen der Reorganisation in der Volkshochschule vor allem zu Personalabbau, Arbeitsverdichtung und teils drastischen Einbrüchen im Kursangebot.

Aus acht Produktbereichen wurden vier, was dazu führte, dass vier Leitungsstellen wegfielen. Nach dem Ausscheiden der bisherigen Produktverantwortlichen in den Ruhestand wurden diese Stellen nicht mehr besetzt. Gleiches gilt für die Stelle des stellvertretenden Direktors der VHS, Winfried Casteel, der am Ende der Woche in den Ruhestand treten wird. Seine Stelle wird nicht mehr neu besetzt, verfällt sozusagen.

Dazu passt, dass die Angebote im Bereich der Poltischen Bildung um mehr als ein Drittel gekürzt wurden; in anderen Produktbereichen um bis zu 20 Prozent.

Mindestens vier Weiterbildungslehrer*innen sind in den letzten Jahren in den Ruhestand getreten; keine dieser Stellen wurde neu besetzt. Das gleiche geschieht mit Stellen der Sozialarbeiter*innen, die die Schulabschlusskurse begleitet haben.