Schulbezirke: Linke beantragt Wiedereinführung

Aachen, 3. Februar 2014

Georg Biesing   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)2008 schaffte die damalige Landesregierung aus CDU und FDP die Schulbezirksgrenzen ab. Die Folge ist, dass rund ein Viertel der Grundschüler jeden Schultag durch die Stadt gefahren wird.

Die Linke fordert nun die Wiedereinführung von Schulbezirken in Aachen. Nach einer Änderung des Schulgesetzes im Jahre 2010 ist dies möglich.

„Die Kinder reicher Eltern konzentrieren sich auf einige wenige Grundschulen“, beobachtet Leo Deumens, Oberbürgermeisterkandidat der Linken und sozialpolitischer Sprecher, „das verhindert eine soziale Ausgewogenheit in der Schülerschaft. Stattdessen wird einer sozialen Auslese Vorschub geleistet.“

„Pädagogische Prinzipien wie ‚Starke Kinder helfen schwachen Kindern‘ oder ‚Lernen in sprachlicher und sozialer Vielfalt‘ können nicht umgesetzt werden“, ergänzt der schulpolitische Sprecher Georg Biesing, „hier wird der Grundstein dafür gelegt, dass Kinder aus finanziell schwachen Elternhäusern nirgendwo so geringe Chancen auf einen Hochschulabschluss haben, wie in Deutschland.“

An Kinder, die nach der Schule zu den Großeltern gehen und daher eine Schule in deren Nähe brauchen, ist auch gedacht. Gemeinsam mit gesellschaftich relevanten Institutionen soll ein „eng gefasster Ausnahmenkatalog“ entwickelt werden.

Antrag als pdf