Sozialticket mit Verzögerungen – DIE LINKE hakt nach

Aachen, 9. Dezember 2010

Andreas Müller   (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Es war ein langer Weg bis zur Entscheidung. Nach jahrelangem politischen Streit beschloss der Mobilitätsausschuss im Juni, die verbilligte Monatskarte für Empfänger von Transferleistungen (Arbeitssuchende, Asylsuchende, Leistungsempfänger nach SGB XII) zum 1.1.2011 einzuführen. Doch der Termin ist offenbar nicht haltbar. DIE LINKE fragt nach.

Die Fraktionen DIE LINKE im Rat der Stadt und im Städteregionstag haben einen Sachstandsbericht zur Einführung des Sozialtickets beantragt. Bekannt ist, dass sich der Aachener Verkehrsverbund in der Sache engagiert und das Ticket „auf eigene Kosten“ einführen will. Fraglich ist, wie weit die ARGE in der Städteregion bei der konkreten Umsetzung kooperiert.

Es ist erklärter politischer Wille des Mobilitätsausschusses, dass die Nutzungsberechtigten möglichst unbürokratisch und ohne sich als Arbeitslose am Fahrkartenschalter „outen“ zu müssen, zu ihrem Sozialticket kommen.

Wir wollen auch wissen, welche Chancen von der Verwaltung gesehen werden, bei einer späteren Einführung der Sozialtickets gleich einige der „Kinderkrankheiten“ des neuen Fahrausweises zu beheben. So ist bislang geplant, dass Ticket erst ab 9 Uhr gelten zu lassen. Das ist unzweckmäßig, weil Arbeitslose auch Termine vor 9 Uhr haben, z.B. bei der ARGE. Der vorgesehene Preis von Euro 29,80 ,- ist zu hoch und dürfte dazu führen, dass viele Arbeitssuchende das Angebot nicht nutzen werden.

Ratsantrag "Sachstandsbericht zur Einführung eines Sozialtickets in Aachen" PDF