Equal Pay Day: Bei Bezahlung und Aufstiegschancen ist die Gleichheit der Geschlechter immer noch nicht erreicht

Aachen, 18. März 2015

Linksjugend auf der Straße Bundesweit wird am Equal Pay Day die ungleiche Bezahlung von Frauen thematisiert. In Aachen findet am Freitag, 20.3.2015 um 18 Uhr eine Kundgebung am Elisenbrunnen statt.

„Im Durchschnitt verdienen Frauen 22 Prozent weniger, als ihre männlichen Kollegen. Somit muss eine Frau bis zum 20. März 2015 arbeiten, um auf das Jahresgehalt eines Mannes von 2014 zu kommen“, sagt Sina Marquardt von der Aachener Linksjugend. „Wir wollen nicht hinnehmen, dass die gleiche Arbeit weniger Wertschätzung erfährt, wenn sie von Frauen ausgeführt wird. Deshalb gehen wir am Freitag für eine Welt ohne Diskriminierung und Ungleichheit auf die Straße.“

„Nicht allein der Verdienst, auch die Aufstiegschancen hängen vom Geschlecht ab“, ergänzt Ellen Begolli, personalpolitische Sprecherin der Fraktion im Rat. „Im städtischen Verwaltungsvorstand gab es, bis Gisela Nacken von der GroKo abserviert wurde, bislang zwar eine ausgeglichene Geschlechterverteilung, ganz anders sieht dies jedoch bereits auf Fachbereichsleiterebene aus. Dort findet man 19 Männer aber nur 3 weibliche Kolleginnen. In den Vorzimmern der Chefs sitzen demgegenüber – mit einer einzigen Ausnahme – dann wieder ausschließlich Frauen.“

Dazu hat Die Linke jetzt eine Ratsanfrage gestellt. Sie will unter anderem wissen, welche Konzepte zur Frauenförderung bei der Stadt verfolgt werden.

„Wer dieses Thema ernst nimmt, der muss hier vor allem zusammen mit den engagierten Mitarbeiterinnen des Gleichstellungsbüros der Stadt Konzepte entwickeln und deren Nachhaltigkeit regelmäßig kontrollieren. Das setzt allerdings voraus, dass man das Büro personell in die Lage versetzt, sich den vielfältigen Aufgaben aus dem Landesgleichstellungsgesetz auch angemessen widmen zu können“, stellt Fraktionsvorsitzender Leo Deumens fest.

 

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