„Lange überfällig“ – Linke fordert Sanierung des Welthauses

Aachen, 1. August 2019

Welthaus Aachen (Photo: Lasse Klopstein, CC BY-SA 2.0))Geradezu sinnbildlich steht das Welthaus in Aachen für die derzeitige Lage unserer Erde. Die Heimat von 19 Organisationen und Initiativen an der Schanz, die sich mit Umwelt- und Familienpolitik bis hin zu alternativen Wirtschaftsformen auseinandersetzen, ist energetisch in einem beklagenswerten Zustand.

„Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und entspricht schon lange nicht mehr heutigen Standards“, erklärt Tim Hildmann, umweltpolitischer Sprecher der Linken, „entsprechend klimaschädlich ist der Energieverbrauch.“

Die Linke hat aus diesem Grund die Erstellung eines Sanierungsplans für das Welthaus beantragt.

„Von der Gebäudehülle über die einfachverglasten Fenster bis hin zu den mindestens 40 Jahre alten sanitären Anlagen, ist das Zentrum ein Relikt aus einer Zeit, die wir uns angesichts des ausgerufenen Klimanotstands nicht mehr leisten können“, ergänzt Marc Beus, der Die Linke im Planungsausschuss vertritt.

Der Sanierungsplan soll darüber hinaus auch die Barrierefreiheit des Gebäudes sicherstellen. „Der einzige große Saal befindet sich im zweiten Obergeschoss; ohne Aufzug sind Menschen mit körperlichen Einschränkungen vom Besuch der zahlreichen Veranstaltungen ausgeschlossen“, begründet Fraktionsvorsitzender Leo Deumens die Notwendigkeit. „Das widerspricht der UN-Behindertenkonvention, zu deren Umsetzung auch die Stadt Aachen verpflichtet ist.“

Bei allen Maßnahmen legen die Linken Wert darauf, dass die anfallenden Kosten nicht zu Lasten des Welthaus Aachen e.V. und der dort beheimateten Initiativen gehen dürfen.

Antrag als pdf