Linke in Sorge: Erhält Aquis Plaza „kleine Schwester“?

Aachen, 19. Mai 2014

Andreas MüllerÄndern kann man es nicht mehr. Das große Einkaufszentrum Aquis Plaza mit 29.000 m² Einzelhandelsfläche nebst der Geschäftshaus genannten Erweiterung zur Harscampstraße hin, ist im Bau.

„Was man noch tun kann, ist: Aus den Fehlern lernen für die Zukunft“, so Leo Deumens, OB-Kandidat der Linken. Denn schon jetzt sei klar, dass Aquis-Plaza seinen Erfolg, den es nach Deumens Vermutung haben werde, auf Kosten anderer Teile der Innenstadt erreicht. „Insbesondere der Bereich um die Großkölnstraße wird einen Niedergang erleben. Alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung wissen das.“

Deshalb müsse in Zukunft die Stadtentwicklung behutsam geplant werden. Deumens: „Die Aachener Innenstadt mit ihren schmalen Straßen braucht eine kleinteilige Einzelhandelsstruktur.“

Doch nun erreichen Die Linke Sorgen aus der Bevölkerung, die, wenn sie zutreffen, das Gegenteil erwarten lassen. Gegenüber Aquis Plaza, auf der anderen Seite der Adalbertstraße, so die Gerüchte, plane ein Investor einen weiteren Einkaufstempel. Von einer Verdreifachung der dort bislang vorhandenen Einzelhandelsfläche (4.500 m² statt bisher 1.500 m²) ist die Rede. Vermutet wird, dass auch die Verkaufsfläche des insolventen Modehauses Strauss Innovation einbezogen werden soll. Dann würde ein durchgehendes Objekt von der Adalbertstraße bis zur Stiftstraße entstehen.

„Wir wollen wissen, was da geplant ist“, fordert Andreas Müller, Mitglied der Linken im Planungsausschuss. „Alle Aachener haben ein Recht darauf, das zu erfahren. Deswegen haben wir den Oberbürgermeister heute in einem offenen Brief aufgefordert, Stellung zu beziehen.“

„Bei der Frage, wo in Aachen wieviel Einzelhandelsfläche entsteht, muss es Transparenz geben und eine öffentliche Debatte“, so Deumens, denn: „Aachen gehört den Menschen, die hier leben, und nicht den Investoren.“

 

Der offene Brief als pdf