Preiswerter Wohnraum - Linke fordert: Alle an einen Tisch

Aachen, 12. Februar 2016

Ellen Begolli (Foto: Andreas Schmitter/Aachen)Die politischen Vertreter im Rat sind sich fraktionsübergreifend zwar einig, dass die Schaffung preiswerten Wohnraums in unserer Stadt eine der größten Herausforderungen für die nächsten Jahren darstellt, gemeinsame Lösungen erarbeiten sie jedoch nicht. „Wir müssen endlich das Konkurrenzdenken zwischen den Parteien bei diesem Thema überwinden, offen diskutieren und zusammenarbeiten“, sagt Ellen Begolli, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke

Davon ist auch Fraktionsvorsitzender Leo Deumens überzeugt. „In Aachen fehlen etwa 6.000 Wohnungen. Für Menschen mit wenig Geld wird der Markt immer enger. Das Problem ist schon lange bekannt, getan hat sich leider viel zu wenig. Es darf nicht noch mehr Zeit verstreichen. Wir haben als Kommunalpolitiker die Verantwortung – miteinander und nicht gegeneinander – Strategien zu entwickeln und diese zügig umzusetzen. Beklagt und analysiert haben alle in den vergangenen Jahren nun wirklich genug, jetzt muss gehandelt werden.“

Marc Beus, planungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke, sieht darin auch die Chance völlig neue Wege zu beschreiten. „Es gibt genug Steuerungselemente wie zum Beispiel eine Leerstandssatzung oder das städtische Vorkaufsrecht. Die Stadt und die gewoge müssen ihrer sozialen Verantwortung auf dem Wohnungsmarkt endlich gerecht werden. Private Wohnungseigentümer, die ihre Wohnungen leer stehen lassen, aus welchen Gründen auch immer, müssen von der Stadt beraten und unterstützt werden, damit schnell ungenutzte Wohnflächen aktiviert werden können. Hier muss die große Koalition viel mehr tun!“

Die Linke ist überzeugt, dass große gesellschaftliche Herausforderungen nur zu meistern sind, wenn alle Kräfte in Rat und Verwaltung gebündelt an einem Strang ziehen, sich austauschen und gemeinsam Ziele und Wege festlegen. Sie fordert daher den Oberbürgermeister auf einzuladen – Alle an einen Tisch!

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