Wechsel in der Linken-Stadtratsfraktion – Ulla Epstein übergibt ihr Ratsmandat an Marc Beus

Aachen, 24. August 2021

Marc Beus und Ulla Epstein   (Photo: Lasse Klopstein)Ulla Epstein, Kulturpolitikerin und Alterspräsidentin des Stadtrates, übergibt ihr Ratsmandat an den Planungspolitiker Marc Beus, der in der Ratssitzung am 1. September offiziell verpflichtet wird.

„Durch mein Mandat in der Bezirksvertretung des sehr heterogenen Stadtteils Laurensberg ist eine neue und interessante Herausforderung entstanden, der ich – zusammen mit meinem kulturpolitischen Engagement – in vollem Umfang Rechnung tragen möchte. Deshalb habe ich mich entschlossen, mein Ratsmandat abzugeben und weiß es bei Marc Beus in guten Händen“, erklärt Ulla Epstein.

Durch Epsteins Einsatz für die kulturelle Förderung von Kindern aus finanzschwachen Familien glückte u.a. die Einführung des Projekts ‚JeKisS‘ (jedem Kind seine Stimme). Weiter setzte sie sich mit Vehemenz für faire Arbeitsbedingungen und Entlohnung im Kulturbereich ein, insbesondere für die Festeinstellung der Lehrkräfte an der städtischen Musikschule. Weil sie das Sterben bzw. Ertrinken von Menschen, die aus ihren Ländern flüchten müssen, als unerträglich empfindet, konnte sie erreichen, dass Aachen sich der Initiative Seebrücke anschließt und sich zum sicheren Hafen erklärt.

„Das kommunalpolitische Ehrenamt ist – wenn es wie von Ulla Epstein mit Leidenschaft ausgeübt wird – mit enormen Aufwand verbunden“, stellt Fraktionsvorsitzender Leo Deumens fest. „Ihre Entscheidung, die Prioritäten auf ihre Herzensangelegenheiten zu konzentrieren, kann ich daher sehr gut nachvollziehen. Mit der ‚Stabübergabe‘ an den Architekten Marc Beus wird Die Linke zukünftig im Rat mit einem erfahrenen Planungspolitiker weiterhin gut vertreten sein“, so Deumens weiter.

Als langjähriges Mitglied des Planungsausschusses freut sich Marc Beus auf die neue Aufgabe. „Die Stadt steht vor großen Herausforderungen. Es kommt darauf an, notwendige Veränderungen so zu gestalten, dass Aachen für die ganze Stadtgesellschaft lebenswert bleibt – insbesondere für diejenigen, die über keine starke Lobby verfügen. Stadtentwicklung ist eben immer auch Sozialpolitik“, beschreibt Beus das Ziel linker Stadtgestaltung.